Sand ist veränderbar, wie viele Menschen wenn sie zusammenhalten, viel verändern können!

Blut ist dicker als Wasser Sand ist veränderbar, wie viele Menschen wenn sie zusammenhalten, viel verändern können!.

Wäre da nicht die Angst. Angst zu versagen. Angst seine Arbeit zu verlieren. Angst dem Menschen, den man liebt nicht zu gefallen. Angst etwas zu verlieren! Angst vor Neuem. Jeder ist sich selbst der Nächste, das ist ein Sprichwort, aber es trifft den Nagel auf den Kopf. Schon wieder ein Sprichwort. Sprichwörter enthalten viel Wahrheit und viel Warnung. Den Krug trägt man zum Brunnen bis er bricht. Oder, wie man in den Wald hinein ruft, kommt es zurück. Wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein. Aber wie ist es wenn man man immer versucht alles richtig zu machen, aber nur Steine in den Weg gelegt bekommt. Schon wieder ein Sprichwort. Oft braucht man dann Hilfe, weil man allein dann Schwierigkeiten hat, zurecht zu kommen. Dann gibt es ja auch noch sehr arme Menschen oder Kranke, Behinderte. Wie geht es denen dann erst?

Blut ist dicker als Wasser

Dickbeinig, schmalbrüstig und doch peinlich berührt über meine

für mich völlig überflüssige Metamorphose stand ich inmitten von Beinen.

Schlaksige, O-beinige, Krampfadrige oder füllige Beine, gleich einem Rudel Tiere.

Ich sah angestrengt nach oben, konnte jedoch trotz Mühe nur bis zu den Knien der um mich

herumstehenden sehen.

Ich fühlte mich unbehaglich angesichts der Nähe der Menschen, die eigentlich wie man sagt, mein Fleisch

und Blut sind, wie ich dachte, ein Teil meiner Selbst, meine Familie.

In regelmäßigen Abständen und bei jeder Gelegenheit von Bekannten

bedauert und mit zu der Mutter hingewandem mitleidigem Blick und Sprüchen wie:“ Harte

Prüfung für dein Mutterherz oder das ist eine große Last, wenn man nicht weiß,

was daraus wird, denn Blut ist dicker als Wasser;“ beschossen, fühlte ich eine Beklemmung

und eine um mich herum abschreckende Kälte, gleich einem Eisenband, dass mir jegliche Annäherung

an meine Mutter verbot.

Lange habe ich darüber nachgedacht, was das wohl zu bedeuten hat, wenn man ohne Blut ist.

Zum Fragen fehlte mir aber der Mut.

Einmal als ich mir beim Spielen einen Nagel in den Fuß rammte und das Blut sich in Strömen

über mein Bein ergoss, staunte ich nicht schlecht und humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht

zu meiner Stiefmutter.

Glücklich zeigte ich  auf mein Bein und stellte mit Erleichterung fest,

dass auch ich aus Blut und nicht aus Wasser bestand.

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